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Neues, offenes Kommunikationsprotokoll soll Industrie 4.0 in der SMT-Elektronikfertigung voranbringen

Bei einem Treffen in München haben 17 führende Ausrüster für die SMT-Elektronikfertigung unter der Bezeichnung ‚The Hermes Standard for vendor independent machine-to-machine communication in SMT Assembly‘ einen herstellerunabhängigen Standard für die Kommunikation zwischen allen Maschinen einer SMT-Bestückungslinie auf den Weg gebracht. Mit dem auf TCP/IP und XML basierenden Protokoll soll es möglich sein, Leiterplatten lückenlos nachvollziehbar und ohne Datenverlust durch alle Stationen einer SMT-Linie weiterzureichen. Für Elektronikfertiger verspricht der neue, offene Datenstandard eine deutliche Reduktion von Kosten- und Zeitaufwänden bei Aufbau und Integration von SMT-Linien und eine verbesserte Transparenz über ihre Fertigungsprozesse. The Hermes Standard kann damit zu einem wesentlichen Baustein bei Aufbau und Einrichtung der Smart SMT-Factory werden.
Die von ASM Assembly Systems und der ASYS Group vorgeschlagene Initiative zur Entwicklung einer neuen Kommunikationsschnittstelle zielt auf einen Ersatz für den technologisch veralteten SMEMA-Standard und fand im vergangenen Jahr großen Zuspruch vieler international führender SMT-Ausrüstungshersteller. Bei dem Treffen in München im März einigten sich die Teilnehmer auf eine erste Version des offenen Protokolls. Die Spezifikation sollte bis Ende Juni veröffentlicht werden (lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor), so dass auch Drittunternehmen ihre Entwicklungsarbeiten beginnen können. Das Ziel: Bereits auf der productronica (14. bis17. November 2017 in München) sollen erste Produkte auf Basis des Standards vorgestellt werden und mit anderen Linienkomponenten über diesen Standard kommunizieren können.
Der neue Standard nutzt TCP/IP für die Kommunikation der Stationen einer SMT-Linie (z. B. Drucker, Transporteinheiten, Bestückungsautomaten, AOI-Systeme, Öfen) untereinander. Mit Hilfe von erweiterbaren XML-Datenstrukturen werden u. a. die IDs von Leiterplatten, die aktuelle Transportgeschwindigkeit oder die Abmaße des Schaltungsträgers übermittelt. Eine Leiterplatte muss so nur einmal – am Anfang der Fertigungslinie – von einer mit dem Standard kompatiblen Maschine identifiziert werden.
Der Hermes Standard wird mit seiner Veröffentlichung als offener Standard allen SMT-Equipment-Herstellern kostenfrei zur Verfügung stehen. Das Protokoll ist erweiterbar angelegt, so dass Anwender damit mittelfristig zusätzliche Informationen entlang der Linie weitergeben können.
Zu den Teilnehmern zählten ASM, ASYS, Cyberoptics, ERSA, KIC, KOH Young, Mirtec, Mycronic, Nutek, Omron, Parmi, Rehm, Saki, SMT, Viscom, Yamaha und YJ Link. 

Bild: Vertreter führender Ausrüster für die SMT-Elektronikfertigung bei dem Treffen in München (Foto: Asys)

www.asys-group.com

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