Historie

Der Eugen G. Leuze Verlag und die Zeitschrift „Galvanotechnik“

VerlagsgebäudeEugen Georg Leuze (geboren am 08.08.1874 in Reutlingen) gründete die Fachzeitschrift „Galvanotechnik“ im Jahre 1902 in Leipzig; sie ist damit die älteste Zeitschrift dieses Fachgebietes der Welt. Eine ebenfalls renommierte Fachzeitschrift, die amerikanische Metal Finishing", wurde erst ein Jahr später gegründet.

Der Verlag wurde am 4. Dezember 1943 in Leipzig durch Bombenvolltreffer völlig zerstört, jedoch bis zum Kriegsende 1945 weitergeführt. Bedingt durch die Nachwirkungen des Weltkrieges konnte die Galvanotechnik von 1946 bis 1952 nicht erscheinen. Deshalb kann die Zeitschrift erst im Jahre 2009 mit dem 100. Band (Jahrgang) aufwarten.

Saulgau wird neuer Verlagssitz:

Der Neubeginn durch Heinz Leuze, dem zweiten Inhaber, konnte erst nach einer siebenjährigen Zwangspause im Jahre 1952 in Saulgau erfolgen. Es war ein Zufall, dass der neue Verlagssitz Saulgau in der Nähe von Reutlingen, dem Geburtsort des Verlagsgründers, liegt. Mit dem Doppelheft November/Dezember 1952 erschien das erste Heft nach dem Krieg in Saulgau.

Heinz Leuze verstarb unerwartet während der Productronica am 9. November 1983. Sein Schwiegersohn, Kurt Reichert führte seither den Verlag sehr erfolgreich zusammen mit seiner Frau Sylvia Leuze-Reichert und seiner Schwägerin Inge Leuze nunmehr in der dritten Generation.

Die Zeitschrift Galvanotechnik" blieb auch nach dem Krieg eine der wichtigsten Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Oberflächenbehandlung von Metallen. Mit bis zu 4000 monatlich erscheinenden Exemplaren und einer Verbreitung in 50 Ländern der Erde informiert sie vorrangig über die galvanische Beschichtung von Metallen und Kunststoffen. Darüber hinaus unterrichtet sie die Leser aber auch über neue Verfahrenstechniken auf diesem Sektor, von der Photovoltaik, den physikalischen Dünnschichten, der seit kurzem boomenden Mikrosystemtechnik bis zur nach wie vor wichtigen Umwelttechnik.

 

Neues Verlagsgebäude

Durch außerordentliches Engagement und Freude an seiner Arbeit erfuhr der Verlag unter der Ära von Kurt Reichert viele positive Veränderungen. 1987 erwarb der Leuze Verlag das Gebäude der ehemaligen Bundespost in Saulgau und nach 12 Monaten Umbau und Renovierung zog der Verlag in das repräsentative neue Verlagsgebäude im Herzen des heute zum Bad" gewordenen Saulgau.

 

Neue Fachzeitschrift „PLUS“

1999 rief Kurt Reichert eine neue, zweite monatliche Zeitschrift ins Leben, die PLUS - Produktion von Leiterplatten und Systemen". Diese neue Zeitschrift wurde außerordentlich positiv von der Fachwelt aufgenommen und zählt heute zu den erfolgreichsten und anspruchvollsten Fachzeitschriften auf dem Gebiet der elektronischen Schaltungstechnik.

Völlig unerwartet verstarb Kurt Reichert am 23. Oktober 2008 auf seinem morgendlichen Weg in den Verlag. Er hatte noch unzählige Pläne und Ideen für seinen Verlag, die er in den nächsten Jahren noch voller Elan und Freude verwirklichen wollte - dies obliegt nun seinen Nachfolgern.

 

Hohe Qualität von Fachbüchern

Fachbücher zu verlegen war eine der Leidenschaften von Kurt Reichert und unter seiner Führung wurde das Fachbuchprogramm des Leuze Verlags ständig erweitert. Er investierte hier viel Zeit und beträchtliche Mittel, denn er legte größten Wert auf eine hohe Buchqualität und eine gleichzeitig umfassende Abdeckung aller Leserbedürfnisse. Mit ca. 100 Buchtiteln zählt der Leuze Verlag heute zu den wichtigsten Anbietern technischer Fachliteratur weltweit. Kurt Reichert hat den Leuze Verlag zur ersten Adresse von Publikationen auf den Gebieten Galvano-/ Oberflächentechnik sowie Leiterplatten-/Elektronikproduktionstechnik nicht nur im deutschsprachigen Raum gemacht.

Seine Frau Sylvia Leuze-Reichert führt den Verlag in seinem Sinne weiter.

Copyright 2013 . Eugen G. Leuze Verlag KG – Karlstraße 4 – 88348 Bad Saulgau Tel. +49/7581/4801-0 – Fax +49/7581/4801-10 – mail@leuze-verlag.de
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