ECHA empfiehlt Autorisierung von Chrom(VI)

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Gute Nachrichten für alle Chromatierer: Am Freitag, 17. März 2017 hat die Europäische Chemikalienagentur in Helsinki beschlossen, der EU-Kommission zu empfehlen, Chromatierungsverfahren auf Chrom(VI)-Basis zu autorisieren. Und zwar, wie beantragt, für die Dauer von 12 Jahren. Da die EU-Kommission bislang immer den Empfehlungen der ECHA gefolgt ist, besteht Hoffnung, das Verfahren 12 weitere Jahre anwenden zu können. Unterdessen hat eine einzelne Firma diese Autorisierung schon bekommen – als einziges Unternehmen in Deutschland. Der Hersteller von Sanitäreinrichtungen Grohe bekam von der EU-Kommission die Erlaubnis, ihre entsprechenden Beizen 10 Jahre und die eigentliche Beschichtung weitere 12 Jahre weiter zu verwenden.

Die Kommission folgte, wiederum auf Empfehlung der ECHA, dem Antrag des Unternehmens vollumfänglich. Gerüchteweise hört man auch, dass in Helsinki, Brüssel und Straßburg mittlerweile ein Grenzwert für Chrom(VI)-Anwendungen im Gespräch sei. Dieser soll irgendwo zwischen 1 und 25 µg/m3 liegen. Wie gesagt handelt es sich dabei aber um ein Gerücht, so kommt auch die große Spanne zustande.

Jedenfalls: Die Karten scheinen neu gemischt. Betroffene Unternehmen müssten so über ein neues Autorisierungsverfahren erst wieder 2027 nachdenken, dann allerdings auch wieder mit dann aktuellen Zahlen und Fakten. Sollte man sich zwischenzeitlich auf einen Grenzwert einigen, würde sich die Situation grundlegend ändern.

Diese Information stammt ganz aktuell von der Fachtagung „Chrom 2020" des Fachverbandes Galvanisierung von Kunststoffen in Hofheim/Taunus.

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